Geschafft – und darf ein Herr „Danke!“ sagen?

Herr und Sklavin

Zuerst einmal – es ist geschafft, die Paperbackausgabe von „Gefallenen gefallen“ ist im Druck und sollte innerhalb der nächsten 14 Tage bei jedem Buchhändler bestellbar sein – oder auch direkt bei mir, wenn ihr mir ein paar Cent mehr gönnt.
Ich schreib euch auch eine Widmung rein, eine nette, wenn ihr Trinkgeld gebt.
Oder auch nicht – eigentlich bin ich nicht käuflich.
Ich will ehrlich sein – es ist eine Frage der Summe.

Nun ist es ja so, dass man so ein Buch, noch dazu als gedruckte Ausgabe, nicht einfach mal so eben schnell veröffentlicht. Als unabhängiger Schriftsteller schon überhaupt nicht.
Da steckt doch ein erheblicher Aufwand an Arbeit dahinter, den man in der Regel nicht alleine erledigt. Lektorat zum Beispiel. Das bringt mich jetzt zu meiner nächsten, schon eher SM-philosophischen Frage:

Bedankt ein Herr sich bei seiner Sklavin?

Darf er das überhaupt? Muss er das?

Hat nicht vielmehr die Sklavin sich zu bedanken, wenn sie etwas für ihren Herrn tun darf?

 

Merkt ihr eigentlich, was das für ein Quatsch werden kann, wenn man diesen Ich-Herr-Du-Nix-Basisgedanken weiterführt?

 

Ich für meinen Teil schrecke nicht davor zurück, mich bei meiner Sklavin zu bedanken. Auch wüsste ich nicht, was mich davon abhalten könnte. L’État c’est moi. Oder so ähnlich, auf jeden Fall frei nach Ludwig dem alten Sonnenkönig, der das in Wirklichkeit gar nicht gesagt hat. Aber ich schweife ab.

Jeder, der davor zurückschreckt, sich bei seiner Sklavin zu bedanken, überlege sich einmal bitte, was er möchte und was er damit über sich aussagt.
Ich für meinen Teil zwinge lieber eine Königin auf die Knie, noch lieber habe ich eine Königin, die voller Demut vor mir auf die Knie sinkt, als ein Häufchen Elend, in das ich reintreten kann.
Elend klebt am Schuh und beschmutzt einen nur selbst.
Wenn ich das noch mal anders formulieren darf:

Der wahre Herr achtet, was er schlägt, liebt, was er demütigt und schmückt sich mit einer stolzen Sklavin.

Somit ist es nun also soweit:

Liebste Sklavin,
ich weiss, ich war die letzten Tage nicht der einfachste SIR. 
Ich danke Dir für Deine Unterstützung bei „unserem“ Buch. Du hast es von der ersten Seite bis zum letzten Wort begleitet. Korrigiert. Angemerkt. Inspiriert. Motiviert. Ohne Dich (kann ich nicht sein… und die Musik fickte ihren Kopf) wäre Gefallenen gefallen nie entstanden, nie fertig geworden, nie das geworden, was es ist. Ein Märchen aus Fiktion und Realität. Fiktion, die zu Realität wurde und wer weiss, vielleicht auch noch wird. Ich danke Dir von Herzen.

Für D.R. – meine Inspiration, meine Gier, meine Liebe.

Möge die Zeit unser Leben auch einst zu einem Märchen machen.

Danke.

Dein SIR

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